Freitag, 26. Oktober 2007

Fichtenspitzensirup

Erst steht ja noch der Winder der vor Tür in dem viele Menschen Fichten, Tannen und andere Nadelhölzer als Weihnachtsbäume in ihre Heime holen, weshalb wir diese Bäume häufig mit Winter assoziieren. Dieses Rezept hier ist ein Frühlingsrezept auf dass wir uns schon freuen können, wenn es draußen noch kalt und dunkel ist...

Fichtenspitzensirup



Sind an den Fichtenspitzen noch die Knospenhülsen
solltest Du sie zuvor abstreifen


Nimm zwei handvoll gewaschene Walderdbeerblätter und drei handvoll hellgrüne Triebspitzen der Fichte (es geht auch mit Tanne oder Kiefer) und bringe sie in einem Topf mit 1 Liter Wasser zum kochen. Laß sie dann 20 Minuten köcheln. Stelle den Topf dann drei Tage an einen kühlen, dunklen Ort. Seihe die Flüssigkeit ab und drücke die Triebspitzen sorgfältig aus. Die aufgefangene Flüssigkeit abwiegen und mit der selben Masse an Kandiszucker dick einkochen. Verwende dafür einen großen Topf, da sehr viel Schaum entsteht. Den Schaum abschöpfen. Den Sirup in Gläser füllen.

Tipp 1: wenn Du keine Walderdbeerblätter findest, lasse sie weg oder nimm junge Blätter von Waldbrombeeren oder -himbeeren.

Tipp 2: wenn Du den Harzgeschmack noch kräftiger machen möchtest, kannst du beim ersten Kochen ein Stück sauberes Harz dazugeben, welches meistens an der Rinde der Bäume zu finden ist.

Tipp 3: wenn Du beim zweiten mal so lange kochst bis alles ganz zähflüssig ist (du kannst mit einer Gabel dann Fäden aus der Masse ziehen), dann kannst du wohlschmeckende Bonbons machen, die deinem Hals guttun. Gieße hierzu die zähflüssige Masse auf Back- oder Butterbrotpapier. Laß sie etwas fest werden und schneide sie dann in Stücke bevor sie ganz fest werden. Du kannst auch mit feuchten Händen Kugeln oder Eier formen, dann hast du runde Bonbons.

Der Sirup schmeckt besonders gut mit Butter auf frisch gebackenem Sauerteigbrot...vielleicht ist es ja sogar noch warm.... mjam

Kommentare:

Bretagne buissonniere hat gesagt…

Geht es auch wenn man nur Fischte benutzt ? Ich hab kein andere Blatter, ich wohne in der Stadt. Danke fur ihre Antwort.

Mea hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Mea hat gesagt…

Es geht sicher auch nur mit den Fichtenspitzen, aber die Erdbeeblätter geben noch mal einen schönen Geschmack. Im Moment kann man auch überall Walderdbeerblätter finden. Es sind nur noch keine Früchte dran. Es lohnt sich also im Moment einen kleinen Abstecher ins Grüne zu unternehmen und ein paar zu sammeln.
Was auch möglich ist, bei dem Ausflug zwei oder drei Pflanzen im Wald auszugraben und, wenn vorhanden, an ein schattiges Plätzchen im eigenen Garten pflanzen.
In der Regel verbreiten sie sich dann von selbst.