Donnerstag, 16. April 2009

Wachteln auf dem Rosenbett


Bild: pixelio.de/Maren Beßler

Heute sind mir zum ersten mal die Knospen an meinem Rosenstrauch aufgefallen. Dieser Rosenstrauch ist wunderbar. Im letzen Jahr hat er mir die letzen Rosen sogar noch im Dezember geschenkt und es sah besonders schön aus sie mit einer leichten schicht kristallinen Eises überzogen zu sehen. Und nun, nach seiner Zeit des Ruhens erwacht er wieder zu neuem Leben und schenkt dem Lebendigen einen Großteil seiner Liebe und Anerkennung. Als ich heute die noch sehr festen Knospen untersucht habe, fiel mir eine Szene aus dem schönen Film "bittersüße Schokolade" ein. Ein junger Mann heiratet die Schwester seiner eigentlichen Geliebten um ihr nahe zu sein, denn sie darf nicht heiraten, weil sie ihre Mutter bis zu ihrem Tode pflegen muss. Seine Geliebte ist jedoch eine Meisterköchin und ist zuständig für die Zubereitung der Speisen in der Familie. Eines Tages schenkt ihr Geliebter ihr Rosen. Ihre Mutter und Schwester sind darüber erbost und sie fahren sie an die Rosen weg zu werfen. Stattdessen kocht sie daraus jedoch Wachteln auf dem Rosenbett. Beim Essen wird jedem der davon ist die unterdrückte Leidenschaft der unglücklichen Liebenden zu Teil. Ich habe ein Rezept gefunden, welches dem im Film gezeigten vielleicht nahe kommt. Aber wie die Meisterköchin schon sagt: das Geheimnis guter Speisen besteht darin, dass sie mit viel Liebe gekocht werden.

Wachteln auf dem Rosenbett

Du brauchst 6 Wachteln. Diesen bindest du mit einem Bindfaden die Flügel und Füße so am Körper fest, dass sie beim Braten nicht abstehen können, wenn sich die Haut durch den Wasserverlust zusammen zieht. Reibe die Wachteln sorgfältig mit Pfeffer und Salz ein und brate sie in Butterschmalz an (hebe nach dem Braten die Pfanne so auf wie sie ist). Zupfe von 12 roten Rosen (in Gärtnereien und Blumenläden nach ungespritzen Rosen fragen oder aus dem eigenen Garten verwenden) die Blätter ab und gebe sie mit 2 TL Anis in einen Mörser wo du sie geduldig zu einer Paste verreibst. Röste 12 Esskastanien in einer beschichteten Pfanne (gebe kein Öl oder der gleichen hinzu). Danach kochst du sie in ausreichend Wasser bis sie weich werden und pürrierst sie anschließend. Hacke nun 2 Knoblauchzehen und dünste sie in der Pfanne mit dem Butterschmalz (wo du schon die Wachteln gebraten hast) goldbraun an. Zu dem Knoblauch gibst du nun das Kastanienmus, die zermahlenen Rosenblätter, 2 EL Honig und das gehackte Fleisch 1 Zitrone mit Saft hinzu. Ein wenig mit Salz abschmecken. Wenn die Sauce zu flüssig ist, kannst du sie mit 1 bis 2 TL Maisstärke eindicken. Danach gibst du die Sauce durch ein Sieb und schmeckst sie mit 1 bis 2 Tropfen Rosenwasser (nicht mehr!) ab. Wahlweise geht auch 1 TL Rosenmarmelade. Dann legst du die Wachteln für 5Minuten in die Sauce, drehst sie dann um und lässt sie noch einmal 5 Minuten ziehen (nicht länger!).
Zu den Wachteln kannst du Weißbrot oder Kartoffeln reichen oder andere Dinge die den feinen Geschmack der Wachteln nicht stören. Ein sinnliches Eßerlebnis und einen wunderbaren Frühling wünsche ich dir.

Lieber Gruß
Mariamne
Bewohnerin der Wälder

1 Kommentar:

Grey Owl Calluna hat gesagt…

Schön endlich wieder von Dir zu lesen.!!
LG
Grey Owl